Rathaus Lippstadt

Fünf Konsequenzen, die Lippstadt aus der Corona-Krise ziehen sollte

Die Corona-Krise hat uns scheinbar völlig überraschend getroffen. Das betrifft sowohl den Bund und das Land – als auch die Stadt Lippstadt. Ich fordere, dass wir nie wieder so unvorbereitet in eine Krise rutschen dürfen. Deshalb müssen wir aus der Corona-Krise Konsequenzen ziehen.

Konsequenzen Corona-Krise für Lippstadt Sabine Pfeffer

1. Städtische Pandemie-Vorsorge

Wenn wir eines aus der Corona-Krise lernen können, dann ist es dies: Wir können uns auf Land und Bund nicht unbedingt verlassen. Ich möchte daher ganz konkret hier in Lippstadt alles tun, damit wir auf eine mögliche Pandemie gut vorbereitet sind. Dazu gehört, dass wir einen eigenen Notvorrat an Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmittel vorhalten sollten. So können wir im Fall der Fälle unsere Altenheime, Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und Schulen wenigstens für einen überbrückenden Zeitraum selbst versorgen. Dies sehe ich als sehr sinnvolle Investition in unsere Sicherheit an. Noch besser wäre es übrigens, dies kreisweit zu organisieren – im Zweifel müssen wir als Stadt es aber selbst machen.

2. Verwaltung digitalisieren

Es kann nicht sein, dass durch eine solche Krise auch die städtische Verwaltung regelrecht lahmgelegt wird. Die Ausstellung eines Reisepasses mag gerade nicht das Problem sein, es gibt aber unzählige Verwaltungsvorgänge, die in den vergangenen Wochen ausgesetzt waren. Vieles davon könnten wir aber längst digital – und damit sicher – organisieren. Ich werde als Bürgermeisterin daher schnellstmöglich ein Konzept erarbeiten lassen, wie wir die Verwaltung in Lippstadt nachhaltig digitalisieren können.

3. Bürgerbüro Drive-in

Manche Dinge erfordern allerdings eine persönliche Präsenz. Auch dies sollte eigentlich einfacher machbar sein in solchen Krisenzeiten. Ich schlage daher die temporäre Einrichtung von Drive-in-Schaltern vor, so dass man direkt im Auto das Bürgerbüro aufsuchen kann. Dies könnte beispielsweise einfach mit einem Container auf dem Parkplatz organisiert werden. Damit würden wir insbesondere die Beschäftigten der Verwaltung schützen, was mir ein großes Anliegen ist. Gleichzeitig blieben die Bürgerbüros aber handlungsfähig.

4. Online-Unterricht ermöglichen

Ganz klar: Der fehlende Unterricht der vergangenen Wochen und Monate ist eine dramatische Situation. Damit gefährden wir nicht nur den kurzfristigen Schulerfolg unserer Schülerinnen und Schüler, sondern auch das gesamte weitere Leben. Das darf nie wieder passieren! Wir hätten längst die technischen Möglichkeiten, Unterricht schnell und effizient zu digitalisieren. Das muss in Lippstadt möglich gemacht werden! 

5. Kindergärten, Pflege- und Altenheime besser vorbereiten

Besonders die Pflege- und Altenheime wurden lange mit der dramatischen Situation alleine gelassen. Die weltweit hohe Zahl der Toten, die in solchen Heimen durch Covid-19 verursacht worden sind, zeigt, dass wir hier dringend an Konzepten arbeiten müssen. Dies gilt auch für die Kindergärten, ohne die eine Betreuung der Kinder nicht zu organisieren ist. Ich möchte daher im kommenden Jahr gemeinsam mit den Lippstädter Einrichtungen einen runden Tisch einrichten, bei dem wir gemeinsam besprechen, was wir hier vor Ort tun können, damit wir in Zukunft besser vorbereitet sind. Die Pflege- und Betreuungseinrichtungen haben unsere volle Unterstützung verdient!

Damit Lippstadt besser vorbereitet ist

Aus Katastrophen müssen wir etwas lernen. Ich werde daher als Bürgermeisterin konsequent alle nötigen Lehren aus der Corona-Krise ziehen und gemeinsam mit den verschiedenen Betroffenen in unserer Stadt die notwendigen Schritte einleiten. Lippstadt soll in Zukunft auf eine mögliche neue Pandemie bestmöglich vorbereitet sein. Als Stadt haben wir die Verantwortung, unsere Bürgerinnen und Bürger so gut es geht zu schützen. Um dies umzusetzen, möchte ich Bürgermeisterin werden. 

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