Lippe in Lippstadt

Klimawandel: Lippstadt auf die Folgen besser vorbereiten

Der Klimawandel geht auch an Lippstadt nicht spurlos vorüber. Deshalb sollten wir unsere Stadt gerade jetzt planerisch an diesen Wandel anpassen. Es wird immer mehr extreme Wetterereignisse geben – wie Hitzesommer, Stürme und Starkregen. Wir müssen handeln!

Klimadaten erheben und evaluieren 

Um genau zu wissen, wie wir unsere Stadt besser an den Klimawandel anpassen können, müssen wir Daten erheben. Nicht nur von vorhandenen Messstationen, sondern  auch von mobilen Messfahrzeugen. Wir brauchen Erhebungen, wo es in der Stadt bei Hitzephasen im Sommer am wärmsten wird, wo es bei Starkregenereignissen besonders oft Überflutungen gibt und auch wie unsere Stadt belüftet werden muss, damit Hitzestaus erst gar nicht entstehen. 

Klimawandel Lippstadt Folgen besser vorbereiten

Stadtbelüftung in der Stadtplanung verankern

Wo es eine dichte Bebauung und Versiegelung gibt, heizt sich eine Stadt im Sommer oft extrem auf. Gerade bei der Planung von neuen Stadtteilen und generell bei Neubauten müssen wir daher darauf achten, dass die Stadtbelüftung immer gewährleistet bleibt. Wir dürfen nicht einfach bauen – wir müssen rechtzeitig vorausplanen. Wir brauchen mehr Freiflächen und Lüftungskorridore. Dies ist für das Stadtklima sehr wichtig.

Mehr Pflanzendiversität

Wir alle wissen um das Insektensterben und wie wichtig unsere heimischen Bienen für die Natur sind. Getan wird aber trotzdem noch immer zu wenig. Wir brauchen mehr Stauden in den Beeten und weniger Zierpflanzen. Ich möchte in Lippstadt mehr Blühwiesen im Stadtgebiet anlegen, ganz besonders auch in den Ortsteilen, an Wiesen- und Feldrändern. Auch mit der Landwirtschaft möchte ich stärker ins Gespräch kommen. Nur zusammen können wir hier gute Lösungen finden. 

Projekt “tiny forest “ 

Tiny forest heißt übersetzt aus dem Englischen “kleiner Wald”. Dies ist ein Projekt, welches schon in mehreren Ländern zum Einsatz kommt. Auf einer Fläche so groß wie ein Tennisplatz, wird ein kleiner, ganz besonders natürlicher Wald angepflanzt. Dieser dient dem Erhalt der Artenvielfalt, der Verbesserung der Luftqualität sowie der Wasserhaltekapazität des Bodens. Ein solcher Wald funktioniert dann wie ein eigenes kleines Ökosystem, was sich selbst pflegt. Das würde ich gerne auch für Lippstadt umsetzen.

Weniger Pflaster mehr Grün 

Gerade bei Starkregen ist die zunehmende Versiegelung unserer Flächen schädlich. Wasser kann nicht versickern und die Kanalisation ist dem plötzlichen Aufkommen nicht gewachsen. Also müssen wir die Versiegelung zurückführen und alternative Beläge ausprobieren und entwickeln. Es gibt hier schon Lösungen wie schwammartige Baumscheiben oder Bodenbeläge als Rasenpflaster. Diese können viel Wasser in kurzer Zeit aufnehmen und geben es dann später als Kühlung über Verdunstung wieder ab. Das kann auch in Lippstadt helfen. So verbessern wir das örtliche Stadtklima und beugen gleichzeitig Überschwemmungen vor.

Fazit

Auch Lippstadt muss auf den Klimawandel reagieren und dafür gewappnet sein. Hier möchte ich auch mit dem Klimabündnis enger zusammenarbeiten und gemeinsam Klimaanpassungsmaßnahmen für unsere Stadt entwickeln. Es gibt schon gute Ideen, die wollen umgesetzt werden. Dafür will mich als Bürgermeisterin einsetzen.

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