Sabine Pfeffer Bürgermeisterin für Lippstadt

Lippstadts Wirtschaft: Maßnahmenplan für die Corona-Krise

Lippstadt ist in allen relevanten Bereichen von der Corona-Krise erwischt worden. Besonders die Wirtschaft leidet und viele Betriebe kämpfen um das Überleben. Dagegen will ich etwas tun. Wir müssen unserer heimischen Wirtschaft durch diese Krise helfen. 

Lippstadt in der Corona-Krise

Die Pandemie hat in Lippstadt in ganz unterschiedlichen Bereichen Krisen ausgelöst. Neben den gesundheitlichen, menschlichen und wirtschaftlichen Problemen, steht aber auch die Stadt selbst vor ganz neuen Herausforderungen. Wie schwer die Stadt getroffen ist, läßt sich noch nicht beziffern – aber es wird uns Millionen Euro an Steuern kosten. Wir haben höhere Ausgaben und weniger Einnahmen. Die Handlungsfähigkeit der Stadt Lippstadt wird dadurch massiv eingeschränkt. Trotzdem müssen wir nun pragmatische und umsetzbare Lösungen finden, um allen Betroffenen zu helfen. Dies sind nun meine Vorschläge, die ich als Bürgermeisterin in Lippstadt anstoßen würde. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um unsere Stadt gut und sicher durch die Krise zu führen. 

Lippstadts Wirtschaft: Maßnahmenplan für die Corona-Krise

1. Taskforce Wirtschaft schaffen

Ich bin überzeugt, dass Probleme so früh wie möglich angegangen werden müssen. Deshalb schlage ich vor, eine Taskforce mit den verschiedenen Vertretern der Lippstädter Wirtschaft, der Stadt, der Gewerkschaften und anderer örtlicher Institutionen zu gründen. Hier können wir sowohl über Probleme informieren, als auch gemeinsam schnelle und individuelle Lösungen erarbeiten. Als Bürgermeisterin würde ich diese Taskforce selbstverständlich persönlich begleiten

2. Wirtschaftsförderung stärken

Die städtische Wirtschaftsförderung kann eine der besten Werkzeuge im Kampf gegen die Krise sein. Dafür bekommt sie in Lippstadt momentan aber noch nicht genug Unterstützung. Mein Plan ist es, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft deutlich zu stärken, das Standortmarketing zu verbessern, die Serviceleistungen für die Betriebe auszubauen. Insbesondere die Hilfe bei Förderanträgen, KFW-Krediten und anderen Hilfeleistungen kann so verbessert werden. 

3. Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist für die Stadt eine extrem wichtige Einnahmequelle, mit der wir viele zentrale Aufgaben finanzieren. Dennoch sind mir in dieser Krise zwei Dinge nun sehr wichtig: 1. Wenn Betriebe in eine Schieflage kommen, müssen wir als Stadt kulante und unbürokratische Möglichkeiten bieten, die Zahlungen zu stunden oder sogar auszusetzen. 2. Eine Erhöhung der Gewerbesteuer darf es unter keinen Umständen geben, wir dürfen die Betriebe nicht noch mehr belasten!

4. Nutzungsgebühren für Außengastronomie und öffentliche Verkaufsflächen aussetzen

Die Gastronomie und der Einzelhandel gehören zu den besonders stark getroffenen Branchen. Ich möchte alles tun, um diese Betriebe so gut es geht nun zu unterstützen. Deshalb fordere ich, die Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie für 2020 auszusetzen. Damit können wir ganz direkt eine Entlastung ermöglichen. Wo immer möglich, möchte ich diese Flächen auch ausweiten und vergrößern. In der Folge werde ich auch genau prüfen lassen, ob diese Gebühren in Zukunft noch in ihrer Höhe dem Ziel einer lebendigen Innenstadt gerecht werden. 

5. Mehr Stadtevents und mehr Sonderöffnungszeiten

Mit zusätzlichen Veranstaltungen, Events und Sonderöffnungszeiten in der Zeit nach der Epidemie können wir den Gastronomen, dem Einzelhandel und den vielen Dienstleistern zusätzliche Umsätze ermöglichen. So können wir in vielen Fällen sogar Insolvenzen verhindern. Ich werde daher einen runden Tisch mit der Werbegemeinschaft einrichten, um hier attraktive Konzepte zu entwickeln. Um zusätzliche Besucherinnen und Besucher anzulocken, möchte ich an diesen Tagen außerdem die Parkgebühren aussetzen und öffentliche Verkehrsmittel umsonst anbieten. Auch die Schausteller sollen hier stark eingebunden werden.

6. Hilfe bei Pacht und Miete

Viele Einzelhändler, Unternehmen und Gastronomen haben momentan große Probleme, ihre Miete und ihre Pacht zu bezahlen. Sollte es sich dabei um städtische Liegenschaften handeln, fordere ich, hier kulante und praktische Lösungen zu finden. Im Mittelpunkt muss die Rettung dieser Betriebe stehen, nicht die Mieteinnahmen durch die Stadt. Bei Problemen mit privaten Vermietern werde ich als Bürgermeisterin anbieten, Gespräche zu führen und zu vermitteln. So kann mit den Eigentümern in manchen Fällen ein Einvernehmen erreicht werden. Ich möchte alles tun, damit gerade die kleinen Geschäfte und Betriebe nicht untergehen.

7. Lokales Einkaufsmanagement der Stadt

Die Stadt und unsere städtischen Betriebe kaufen regelmäßig im großen Umfang Waren und Dienstleistungen ein. Ich möchte, dass wir hier in Zukunft noch stärker auf regionale Anbieter setzen. Dabei müssen wir die rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten. Für Ausschreibungen fordere ich daher – so weit es rechtlich zulässig ist – Kriterien zu  finden, die einen lokalen Anbieter nötig machen. So stärken wir ganz konkret die heimische Wirtschaft.

8. Kulturwirtschaft helfen 

Auch die vielen Bereiche der Kulturwirtschaft leiden ungemein. Unzählige Künstlerinnen und Künstler, Veranstaltungsbetriebe und viele mehr haben momentan nahezu keine Einnahmen. Ich werde als Bürgermeisterin daher diesen wichtigen Teil unserer Stadtgesellschaft nicht aus dem Blick verlieren und prüfen lassen, inwieweit wir ganz direkte Hilfe als Stadt leisten können. Zugesagte Fördergelder sollen ohne Nachweis für dieses Jahr gezahlt werden, und zukünftig nachhaltig auch neue Leistungen umfassen und aufgestockt werden.

9. Hilfsnetzwerk mit den Nachbargemeinden

Ich bin überzeugt: Nur gemeinsam sind wir stark! Ich werde daher anregen, gemeinsam mit den Gemeinden und Städten in unserer Nachbarschaft ein dauerhaftes  Hilfsnetzwerk zu gründen und die gemeinsame Kommunikation beizubehalten . So können wir Hilfsmaßnahmen bündeln und besser koordinieren – und uns so gegenseitig maximal gut unterstützen. Auch die Einrichtung von gemeinsamen Programmen und Projekten kann ich mir dabei gut vorstellen. 

Lippstadt durch die Krise helfen

Lippstadt ist angeschlagen durch die Corona-Krise. Gemeinsam können wir aber wieder zu alter Stärke finden. Meine Vorschläge für einen Maßnahmenplan können nur ein Anfang sein. Als Bürgermeisterin werde ich mit ganzer Kraft daran arbeiten, sie umzusetzen und weitere Lösungen zu erarbeiten. Vieles davon könnten wir aber auch schon früher möglich machen. Wir sollten daher jetzt so schnell wie möglich Lippstadts Wirtschaft in dieser Krise helfen – parteiübergreifend, unabhängig von Wahlkampf oder anderen Dingen. Es geht jetzt um unser Lippstadt.  

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn

Mehr im Blog

Scroll to Top